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Archive for February 5, 2007

Eileiterschwangerschaft

Mein erstes lebensbedrohliches Ereignis, an das ich mich bewußt erinnern kann, erlebte ich 1976 in Giessen als ich einen Gynäkologen aufsuchte. Wie ich schon vorher andeutete, ich greife tief in meine Erfahrungskiste.

Zu dieser Zeit erlebte ich eine abnormal lange Menstruation und deshalb suchte ich einen Gynäkologen auf. Der Gynäkologe war ein älterer Mann, allerdings denke ich mir jetzt, dass sein Alter nichts mit seinem grob nachlässigen Verhalten zu tun hatte. Während einer Zeitspanne von 3 Wochen besuchte ich mindestens viermal diesen Gynäkologen, da meine Menstruation nun einmal nicht aufhörte. Jedes Mal, wenn ich ihn sah, sagte er zu mir, dass ich wieder in seine Praxis kommen solle, falls es schlimmer werden sollte.

Zu dieser Zeit war ich eigentlich nur verwundert, dass meine Menstruation so lang andauerte und ich vertraute seinem Urteil. Mein damaliger Freund, der Zahnmedizin studierte, machte sich darüber auch keine Sorgen bis er mich an einem Montagnachmittag leichenblass und fast leblos im Bett vorfand. An diesem Tag wurde sein Argwohn geweckt und er fragte mich, was der Arzt, den ich auch an diesem Tag aufgesucht hatte, mir gesagt hätte. Ich gab die gleichen Worte wieder, die der Arzt mir gesagt hatte “Kommen Sie wieder, falls es schlimmer wird”. Ich war kaum noch in der Lage zu sprechen, da meine Lebensenergie auf einem äusserst niedrigen Stand war.

Glücklicherweisse rief an diesem Tag mein Freund die Universitätsklinik an und bestellte einen Notarztwagen, der mich in die Uniklinik brachte. Noch am selben Abend wurde ich notoperiert und der anwesende Bereitschaftsarzt sagte mir später, dass ich, falls ich eine Stunde später eingetroffen wäre, hätte tot sein können. Während dieser 3 Wochen hatte ich so viel Blut verloren, dass mittlerweile meinem Körper das lebensnotwendige Elixir zum Leben fehlte.

Die vaginale Dauerblutung wurde dadurch hervorgerufen, dass sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter in einem meiner Eileiter eingenistet hatte und dieser dann irgendwann zerriss. Ein einfacher Schwangerschaftstest hätte damals angezeigt, dass ich schwanger war. Allerdings wurde das von dem Gynäkologen unterlassen. Auch überwiess er mich an keinen anderen Arzt oder ein Krankenhaus, damit ich von einer anderen Person näher untersucht worden wäre.

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