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Archive for February 10, 2007
Künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation)
February 10, 2007 by SUM.
Nachdem ich einige Jahre verheiratet war und sich mein Kinderwunsch nicht erfüllte, entschloss ich mich zu einer künstlichen Befruchtung. Das war im Jahr 1984. Zu der Zeit war diese Technologie noch relativ jung und es gab nur wenige Uni-Kliniken in Deutschland, wo dieses Verfahren durchgeführt wurde. Als ich aber bei der Frauenklinik der Universität Düsseldorf anfragte, bekam ich dort relativ schnell einen Termin.
Ende Sommer 1984 begann meine Hormon-Behandlung. Anhand von Ultraschall wurde festgehalten, ob sich mehrere Eizellen herausbildeten. Anfangs sah es auch sehr vielversprechend aus. Man stellte fest, dass sich mehrere Eizellen herausgebildet hatten. Mit deren Abpunktion musste allerdings bis kurz vor dem Zeitpunkt der Ovulation abgewartet werden. Kurz vor dem Ovulationstermin wurde dann aber festgestellt, dass fast alle Eizellen schon vorher abgegangen waren. Nur noch ein grösseres Follikel war zu erkennen. Daher riet man mir von einer weiteren Behandlung ab und schlug einen neuen Behandlungsversuch nach ein paar Monaten vor.
Da ich allerdings mittlerweile von einer anderen Patientin gehört hatte, dass sich solch eine Behandlung auf Jahre hinziehen kann, war ich nicht mehr so angetan von dieser Sache. Die Frau, die ich im Sprechzimmer der Frauenklinik kennenlernte, erzählte mir, dass sie sich selbst schon seit ein paar Jahren dieser Behandlung unterziehe und jedesmal hätten sich bei ihr nach einer Hormonbehandlung nicht genug Eizellen herausgebildet. Und sie fügte hinzu, dass es dieses Mal das letzte Mal wäre, dass sie das mitmache. Wortwörtlich sagte sie zu mir: “Wenn es diesmal nicht klappt, suche ich mir einen Job”. Nachdem ich von ihren vielen Misserfolgen hörte, war ich natürlich nicht besonders ermutigt.
Als mir dann mitgeteilt wurde, dass die Behandlung abgebrochen werden musste, da die Eizellen schon vor der Ovulation abgegangen waren, war ich ziemlich entäuscht. Und ich fragte den Arzt, ob es noch eine andere Methode für mich gebe, auf natürliche Weise schwanger zu werden. Da meine geschlossenen Eileiter das Problem waren, schlug der Arzt mir vor, diese zu flicken, damit ich vielleicht doch noch auf natürliche Weise schwanger werde.
Und genau das wurde dann auch gemacht. Man operierte an meinen Eileitern und gleichzeitig wurde versucht, die noch übrig gebliebene Eizelle künstlich zu befruchten. Bei der Operation wurden dann ein grösserer und zwei kleinere Follikel nachgewiesen. Der grössere wurde punktiert und mit dem Sperma meines Mannes zusammengegeben. Doch die Befruchtung dieser Eizelle klappte nicht, da die Eizelle sich nicht mit den Samen verschmolz.
Nach diesem Erlebnis hoffte ich von neuem, dass sich mein Kinderwunsch doch noch erfüllen würde und zwar auf natürliche Weise.
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