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Archive for February 14, 2007
Zweite Eileiterschwangerschaft
February 14, 2007 by SUM.
Meine zweite lebensbedrohliche Schwangerschaft erlebte ich dann im Herbst 1985. Obwohl die Ärzte mir in Düsseldorf erklärt hatten, dass nach einer Eileiter-Operation die Rate extrauteriner Graviditäten (Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft) generell erhöht ist, erhoffte ich mir eine normale Schwangerschaft. Mein Wunsch nach einem eigenen Kind war so groß gewesen, dass ich bereit war sowohl das Risiko einer Operation als auch einer eventuellen Eileiterschwangerschaft in Kauf zu nehmen.
Es ist ja oft so, dass man sich eventuell für etwas anderes entscheiden würde, falls man schon im voraus wüsste, was genau auf einen zukommt. Da meine nächste intrauterine Schwangerschaft einen anderen Verlauf nahm als die Eileiterschwangerschaft in 1976, war ich gar nicht auf diesen Ablauf vorbereitet und geriet daher wieder in eine lebensbedrohliche Situation.
Bei meiner ersten intrauterinen Schwangerschaft hatte ich einen kontinuierlichen vaginalen Blutverlust. Das konnte man sehen. Bei meiner nächsten intrauterinen Schwangerschaft verlor ich kein Blut. Im Gegenteil bei mir entwickelten sich Zeichen einer Schwangerschaft. Meine Menstruation blieb aus und mein Bäuchlein wurde sogar etwas dicker. Ich dachte schon, dass ich vielleicht schwanger wäre, aber diesmal ohne Komplikationen. Bis ich entweder an einem Freitag- oder Samstagabend ein ungewöhnliches Erlebnis hatte.
Es war an einem Wochenende als meine Schwester Gabi und ihr Mann mich besuchten. Kurz bevor meine Schwester eintraf, fühlte ich solch einen stechenden Unterleibsschmerz, dass ich dachte mein Unterleib würde zerrissen werden. Das seltsame hierbei war, dass ich nach ungefähr 15 Minuten keine Schmerzen mehr hatte, sondern mich sogar ziemlich wohl fühlte. Und daher achtete ich nicht weiter auf meinen Körper. Ich hatte ja auch keinen Blutverlust, was für mich auf jeden Fall ein Warnsignal gewesen wäre.
Nach diesem Erlebnis verlief mein Wochenende ganz normal ohne Schmerzen. Aber dann kam die Überraschung am Anfang der darauffolgenden Woche. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es an einem Montag oder Dienstag war. Es war auf jeden Fall am Anfang der Woche und mein Mann hatte Besuch. Ich selbst war dabei, für uns alle etwas zu kochen. Mein Mann war mit seinem Besuch auf der Terrasse, und ich war in der Küche und kochte für uns das Abendessen.
Es muss so zwischen 5 und 6 Uhr gewesen sein. Als ich mal kurz das Badezimmer aufsuchen wollte, wurde ich im Flur ohnmächtig und fiel zu Boden. Für ein paar Minuten war ich bewusstlos, wachte dann allerdings wieder von selbst auf und schleppte mich erst einmal ins Badezimmer. Danach kroch ich sozusagen ins Schlafzimmer und rief von dort aus eine Freundin an. Der erzählte ich, was mir gerade passiert war. Ulrike, meine Freundin, fragte mich, ob mein Mann da sei. Nachdem sie gehört hatte, dass er da war, sagte sie mir, dass mein Mann mich ins Krankenhaus fahren solle. Und genau das wurde dann gemacht. Die Kocherei war vorbei, und mein Mann fuhr mich ich die Uni-Klinik.
Noch am selben Abend wurde ich notoperiert. Auch diesmal war mein Zustand wieder lebensbedrohlich gewesen. Anstatt dass ich Blut nach aussen hin verloren hatte, hatte sich fast dreiviertel meines Blutes in meiner Bauchhöhle gesammelt und zu einem Blutungsschock und Ohnmacht geführt. Auch in diesem Fall sagte mir der anwesende Stationsarzt, dass ich, falls ich später eingetroffen wäre, es nicht überlebt hätte.
Nach diesen unterschiedlichen Schwangerschaftsverläufen bekam ich eigentlich Angst noch einmal schwanger zu werden. Für mich war das jetzt zu einem lebensbedrohlichen Ereignis geworden, das ich auf keinen Fall noch einmal erleben wollte. Und von nun an sah ich auch ein, dass ich kein eigenes Kind bekommen konnte, da mir die Technologien, die es heute gibt, leider nicht zur Verfügung standen.
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