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Archive for March 8, 2007

Crest Night Effects - Teil I

Nachdem ich mir den Zahn in Ordnung hatte bringen lassen, dachte ich mir, es wäre doch auch eine gute Idee, meine Zähne etwas weisser zu machen. Daher kaufte ich mir bei Costco in Kirkland das Zahnaufhellungsmittel Crest Night Effects. Direkt nachdem ich das Mittel Ende Juni 2004 gekauft hatte, wendete ich es auch an. Ich trug die Paste über einen Zeitraum von 2 Wochen auf, bis ich feststellte, dass ich auf dieses spezielle Produkt eine gegenteilige Reaktion entwickelte. Als ich danach Personen kontaktierte (Ärzte und Anwälte), die mich bei meiner Schadensforderung unterstützen sollten, damit ich Proctor & Gamble zur Verantwortung ziehen kann, erlebte ich seltsame Sachen. Diese Geschichte möchte ich allerdings von Anfang an erzählen.

So ungefähr jeden zweiten Abend trug ich eine Anwendung von den 28 Anwendungen, die in der Packung waren, auf meine Zähne auf; grösstenteils nur auf die unteren Vorderzähne, da die fast alle näturlich sind. Schon früher hatte ich gelartige Zahnaufhellungsmittel benutzt und damit nie ein Problem gehabt. Daher kam mir, als ich das Produkt benutzte, auch gar nicht in den Sinn, dass meine Zähne beschädigt werden könnten.

Als ich aber am Mittwoch, 14. Juli 2004, aufwachte, fühlte ich ganz scharfe Kanten an meinen unteren Zähnen sobald ich mit meiner Zunge darankam. Daher schaute ich mir zuerst einmal, nachdem ich aufgestanden war, meine Zähne genauer an. Und was ich sah, konnte ich kaum glauben. Meine Zähne hatten scharfe Kanten, flache Flächen auf der vorderen Oberfläche und an einigen Stellen waren meine Zähne fast auf die Hälfte reduziert. In dem Moment hätte ich heulen können. Ich wusste nicht, dass auch dies der Anfang eines Leidenswegs war, den ich keinem anderen wünsche noch selbst wiederholen möchte.

An diesem Tag fragte ich eine Frau im 24 Fitness Club, was man machen kann, wenn man in Betracht zieht, sich über ein Produkt zu beschweren. Sie sagte mir, dass ich einen Verbraucherrepräsentant beim King 5 Fernsehen anrufen könnte. Was ich dann auch machte, sobald ich wieder zuhause war. Die Verbraucherrepräsentantin zeigte aber keinerlei Interesse. Sie fragte aber nach meiner Telefonnummer. Ebenso schrieb ich noch an diesem Tag einer Person beim Fernsehen, einer Zeitung, einem Anwalt und machte einen Termin mit dem Zahnarzt in Vancouver aus, der meine Zähne zum letzten mal Anfang Juni 2004 in besserem Zustand gesehen hatte. Er gab mir einen Termin für den 20. Juli. Ebenso rief ich die Telefonnummer an, die auf der Packung für Beanstandungen bei Proctor & Gamble angegeben war, und berichtete den Schaden. Die Repräsentantin bei Proctor & Gamble fragte mich nach meinem Alter und sagte mir, dass sie mir den Kaufpreis erstattet und dafür einen Scheck schicken wird. Am selben Abend suchte ich noch meine Nachbarin auf und erzählte ihr, was mir zugestossen war. Sie riet mir, den Scheck nicht anzunehmen und einen Anwalt aufzusuchen. Und das machte ich dann auch. Ich löste den Scheck nicht ein und versuchte einen Anwalt in Seattle zu engagieren, der mir bei einem Produkthaftungsfall zur Seite steht. Dieses Unterfangen zeigte sich aber mit der Zeit als nicht durchführbar.

Am nächsten Tag rief ich zwei meiner Schwestern und eine Person hier in Washington an, um auch ihnen zu erzählen, was mir zugestossen war. Ich brauchte jemanden, der mich tröstete. Aber die Antwort darauf war, dass eine meiner Schwestern mir sagte, dass ich nicht alles ausprobieren solle. Und sie lachte als ich ihr genauer beschrieb wie meine Zähne jetzt aussahen. Zusätzlich sagte sie zu mir “Du bist aber auch ein Pechvogel”. In diesem Augenblick fühlte ich mich verlassen, und die folgenden Monate und Jahre zeigten, dass mein Gefühl mich nicht täuschte. Als ich ein paar Tage später mit meiner Mutter sprach, wurde mir auch von ihr gesagt, dass ich nicht alles, was neu ist wie z.B. Zahnaufhellungsmittel, ausprobieren sollte.

Zum einfacheren Nachverfolgen dieses Erlebnisses werde ich meine Erfahrungen mit verschiedenen Zahnärzten und Anwälten auf mehrere Artikel veteilen mit der Überschrift Crest Night Effects Teil II usw.

Andere Menschen - Andere Federstriche - Andere Meinungen

Zum Lake Washington Technical College Erlebnis möchte ich noch hinzufügen, dass ich das dort Erlebte anderen Personen mitteilte und um deren Meinung bat. Und die fiel zum Teil unterschiedlich aus.

Eine Person meinte, dass ich den Scheck annehmen sollte. Als Grund gab die Person an, dass das College einen Fehler gemacht hätte. Allerdings sollte das nicht offiziell zugegeben werden und deshalb würde mir wenigstens das Geld zurückgegeben, das ich für deren zahnärztlichen Dienst bezahlt hatte. Eine andere Person war der Ansicht, dass ich in einem höflichen Ton zurückschreiben sollte, dass ich mit der Antwort nicht zufrieden sei. Ausserdem sollte ich mich zusätzlich rechtlich beraten lassen.

Da mein Hauptanliegen gewesen war, aufzuzeigen, dass ich sowohl das professionelle Verhalten als auch die Irreführung für unangemessen hielt, dachte ich es würde ausreichen der dafür zuständigen Stelle zu schreiben. Daher wurde der Scheck mit einem höflichen Brief, der meinen Standpunkt enthielt, zurückgesandt. Auf diesen Brief erhielt ich nie eine Antwort.

Aber in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren hatte ich die seltsamsten Erlebnisse hier in der Gegend (Bellevue/Kirkland/Redmond/Seattle). Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen, dass das auch keine Zufälle mehr waren.

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