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Archive for March 21, 2007

Crest Night Effects - Teil III

Sobald ich bemerkte, dass dieses Produkt meine Zähne beschädigt hatte, informierte ich die Firmen, die meiner Meinung nach für den aufgetretenen Schaden verantwortlich sind und auch dafür haften müssten (Proctor & Gamble und/oder Costco), und gleichzeitig berichtete ich diesen Vorfall unter dem MedWatch Programm der FDA Behörde (Food and Drug Administration). Zusätzlich wendete ich mich in Seattle an mehrere Anwälte, die sich mit Produkthaftungsfällen befassen. Doch von denen gibt es nicht so viele. In meinen Briefen beschrieb ich, was mir zugestossen war, und ich fügte auch die Information von dem Zahnarzt aus Vancouver hinzu. Die Antworten, die ich daraufhin erhielt, waren folgendermassen:

I. Am 5. August erhielt ich einen Brief von Anwalt B. Er antwortete, dass ich wahrscheinlich einen realisierbaren Schadensanspruch hätte, aber aufgrund deren augenblicklich behandelten Fälle, könnten sie meine Sache nicht annehmen.

II. Am 19. August erhielt ich eine E-Mail von der Anwaltsfirma P. Die Assistentin schrieb mir, dass ihr Büro nicht an meinem Fall interessiert ist. Der Grund hierfür war, dass bei einem Produkthaftungsfall hohe Kosten anfallen und mein Fall würde warhscheinlich mehr kosten als das, was eine Jury mir als Kompensation zusprechen würde. Daher riet sie mir, mich an einen Anwalt zu wenden, der sich mit Verletzung von (zahnmedizinischer) Berufspflicht befasst, da er vielleicht andere Fälle hätte, die meinem Fall gleichen. Und sie gab mir den Namen (Anwalt L.) und dessen Telefonnummer.

III. Ebenso sprach ich am Telefon mit einem Anwalt C., der nicht auf meinen Brief geantwortet hatte. Nachdem ich nichts von ihm gehört hatte, rief ich sein Büro an. Man sagte mir, dass kein Brief von mir eingetroffen sei. Ich sprach mit einer Person, die mir, nachdem er mich gefragt hatte, was der Zahnarzt vorgeschlagen hätte, sagte, dass er mit seinem Managerpartner sprechen müsse und mich später anrufen würde. Er rief nach 5 Uhr an and sagte, dass sie sich entschieden hätten, meinen Fall nicht anzunehmen. Er fragte mich, ob ich die Begrenzungsfrist für Schadensfälle kenne. Nachdem ich ihm sagte, dass ich diese nicht kenne, sagte er, dass es 3 Jahre sind und dass ich genug Zeit hätte einen Anwalt zu finden. Und er wünschte mir “viel Glück”. Und das habe ich hier oft gehört, nachdem mir keiner helfen wollte.

IV. Am frühen Montagmorgen des 23. August erhielt ich einen Anruf von Anwalt K. Er schlug vor, mit ihm wieder zu konferieren, nachdem einige Ereignisse abgelaufen waren: er schlug mir vor, ihn am 8. September nach dem Tag der Arbeit wieder zu sprechen und nachdem er aus seinem Urlaub von Kanada in Britisch Columbia zurück sei, und nachdem ich einen Reparatur-Kostenvoranschlag erhalten hätte.

V. Zusätzlich erhielt ich vom Anwalt F. die Antwort, dass er nicht in der Lage sei, mich zu repräsentieren. Das war am 27. August. Auch von ihm wurde ich darauf hingewiesen, dass die Ablaufrist in Washington angibt, dass kein Produkthaftungsanspruch mehr erhoben werden kann als 3 Jahre nach Auftreten des Vorfalls oder 3 Jahre von dem Datum an als der Kläger es entdeckte oder unter Ausübung der Sorgfaltspflicht den Schaden und dessen Ursache entdeckte.

Während ich auf der Suche nach einem Anwalt war, der mich unterstützen sollte, fühlte ich mich ziemlich miserabel. Meine Zähne waren mir gerade beschädigt worden und sie waren jetzt sensitiver und taten mir obendrein weh. Hier sei anzumerken, dass die Schmerzen zwar weg sind, aber die Zähne sind immer noch im kaputtenen Zustand.

Währendessen das alles so ablief, versuchte ich mich ein bisschen mehr über das Rechtliche zu informieren. Am Dienstag 17. August entschied ich mich, das King County Gerichtshaus aufzusuchen, um deren Bibliothek aufzusuchen. Ich wollte nachschauen, ob ich hier in der Gegend einen Anwalt finden könnte, der einen Produkthaftungsfall, der von Natur aus meinem ähnelte, erfolgreich vertreten hatte. Da ich allerdings das System nicht kenne und auch ohne jede Hilfe hilfsbereiter Menschen auskommen musste, war dies schon ein grösseres Unterfangen. Die Bibliotheksangestellte gab mir die Telefonnummer von dem Anwaltsempfehlungssservice und eine Telefonnummer, die ich anrufen könnte, falls ich mich über einen Anwalt beschweren möchte.

Hier möchte ich erst einmal anmerken, dass ich die seltsamsten Ereignissse hier in der Gegend von Bellevue/Redmond/Seattle hatte, über die ich mich später auslassen werde. Allerdings möchte ich hier auch schon einmal anmerken, dass es mir so vorkommt, obwohl ich das Rechtssystem hier nicht kenne, dass ich absichtlich abgeschoben wurde bzw. mir zielbewusst nicht geholfen wurde.

An dem Tag als ich die King County Gerichtshausbibliothek aufsuchte, sprach ich auch mit einer Frau vom Büro des Staatsanwalts. Sie sagte mir, dass ich bevor ich mit einem Staatsanwalt sprechen kann, der Staatsanwalt von der Polizei kontaktiert werden muss. Ebenso müsste ich zu dem Rechtsfall eine Numme von der Polizei zugewiesen bekommen. Sie fügte hinzu, dass die Polizei meine Äusserungen nachprüfen müssse, da die ja nicht wüssten, ob sie mir glauben könnten.

An diesem Tag besuchte ich auch die Seattle-Stadtbibliothek. Ich wollte herausfinden, ob sie Artikel über Beschwerden zu Zahnaufhellungsmittel oder entsprechende Gerichtsfälle haben.

Nachdem ich mit dem Anwalt K. am frühen Morgen des 23. August gesprochen hatte, fuhr ich beim LWTC vorbei, um mir meine Röntgenaufnahmen, die ja im Februar von meinem Zähnen gemacht worden waren, geben zu lassen. Die Angestellte sagte mir, dass in der Akte kein Schaden an meinen vorderen Zähnen festgehalten war. B., die Studentin am LWTC, hatte ja meine Zähne äusserst gründlich untersucht und dazu einen Bericht angefertigt. Ebenso wurde das, was B. in ihrem Bericht festgehalten hatte, von einem dort anwesenden Zahnarzt bestätigt. Ich erhielt die Röntgenaufnahmen und von dem Bericht nur eine Standardkopie , die auch andere Zahnärzte erhalten. Ich erhielt nicht eine Kopie von dem ganzen Bericht. Daher machte ich der Angestellten gegenüber die Bemerkung, ob der ausführliche Bericht ausgeliefert wird, falls das Gericht das anordnet. Und sie bestätigte meine Äusserung.

Am 2. September suchte ich dann den Zahnarzt auf, der an meinen Zähnen etwas gearbeitet hatte, als ich noch eine Zahnarztversicherung hatte. Ich suchte seine Praxis nur auf, um einen Kostenvoranschlag für die Zahnreparturkosten zu bekommen. Dr. M. sagte zu mir, dass er nicht bezeugen könne, dass Crest Night Effects der Grund für den Schaden an meinen Zähnen ist, da er meine Zähne für einige Zeit nicht gesehen hatte. Das war mir verständlich und ich hatte auch gar nicht gedacht, dass er etwas bezeugen sollte. Ich antwortete ihm, dass mir schon bewusst ist, dass er über den jetzigen Zustand meiner Zähne nichts aussagen könne, da er mich ja für einige Jahre nicht gesehen hatte und dass ich ihn ja heute auch nur aufsuchte, um einen Kostenvoranschlag für die Reparatur meiner Zähne zu bekommen.

Ich wusste ja, dass ich den schriftlichen Beweis dafür hatte, dass meine Vorderzähne in Ordnung gewesen waren als sie gründlich am LWTC im February/March 2004 untersucht worden waren. Und das war 4 Monate früher gewesen, bevor ich Crest Night Effects auf meine Zähne auftrug. Gegenüber Dr. M. erwähnte ich, dass die Studentin A. beim LWTC und der Zahnarzt in Vancouver ihr Attest dazu geben könnten. Und ich gab ihm eine Kopie von der schriftlichen Beschreibung des Zahnarztes in Vancouver und meine neuesten Röntgenaufnahmen.

Nachdem ich den schriftlichen Kostenvoranschlag erhalten hatte und das Tag-der-Arbeit-Wochenende vorüber war, rief ich den Anwalt K. an. Er meinte, ich sollte Papiere unterschreiben, damit ich ihm die Ermächtigung gebe, dem Zahnarzt in meinem Namen Fragen zu stellen und das er beim LWTC beantragen könne, den ausführlichen Bericht freizugeben. Das war dann Ende September 2004.

Hier möchte ich erst einmal meine Beschreibung von den verschiedenen Ereignissen beenden, die auftraten als ich auf der Suche nach einem Anwalt war, der einen Produkthaftungsschadensfall annimmt. In meinem nächsten Artikel Crest Night Effects, Teil IV werde ich meine Erfahrungen mit Anwalt K. beschreiben.

Zusätzlich sei hier zu bemerken, dass ich in meinem Streben nach Gerechtigkeit zu einem späteren Zeitpunkt den von der Büroassistentin M. empfohlenen Anwalt für zahnmedizinischen Missbrauch und auch andere Zahnkliniken kontaktierte. Über diese Ereignisse werde ich dann in Teil V, VI und VII berichten.

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